Ist es möglich, aus einem sozialen Netzwerk heraus einen Kinofilm zu drehen?

Ist es möglich, aus einem sozialen Netzwerk heraus einen Kinofilm zu drehen?

„Wie viele bist Du?“ bringt frischen Wind in die Branche

Soziale Netzwerke erleben gerade einen Boom. Das Soziale wird allein vor dem Bildschirm gepflegt. Kann aus sozialen Netzwerken heraus aus Spielfilm auf Hollywood-Niveau gedreht werden? „Wie viele bist Du?“ ist der Beweis.

Das Gebot der Stunde lautet social distancing. Von der Sehnsucht nach Nähe getrieben, verbringen die Menschen viel Zeit auf Facebook, Instagram und Co. Im Alleinsein wird das Soziale gepflegt. Da stellt sich die Frage, ob man aus solchen sozialen Netzwerken heraus auch mehr zustande bringen kann, als z.B. Videos zu liken und zu sharen. Ist es beispielsweise möglich, einen Spielfilm auf Hollywood-Niveau zu produzieren?

Der aus Wien stammende Regisseur, Kameramann und Auto Roman Padiwy und sein kreatives Team haben mit ihrem Film „Wie viele bist Du?“ den Beweis erbracht, das dies möglich ist.

Die Botschaft des Filmes lautet „Alles ist verbunden“. Diese drei Wörter sind nicht nur das Credo des Filmes, sie beschreiben sein Wesen und seine Entstehungsgeschichte. Während große Filmproduktionen meist große Budgets verschlingen, ist „Wie viele bist Du?“ der wohl erste Kinofilm von internationalem Format, der überwiegend durch Talente-Fundraising ermöglicht wurde. Die Filmcrew wurde durch Netzwerk-Arbeit gefunden.

Das vor zehn Jahren von Roman Padiwy gegründete soziale Talente-Netzwerk LIZA.network spielte dabei eine zentrale Rolle. LIZA.network ist ein neutrales soziales Netzwerk für den Austausch von Talenten und Potenzialen. Ein Mehr an Möglichkeiten und Basis für Kooperationen. Derzeit hat das Netzwerk rund 10.000 Mitglieder aus der ganzen Welt.

Den Entschluss, „Wie viele bist Du?“ zu drehen, fasste Roman Padiwy 2017. Er recherchierte etwa ein Jahr lang in LIZA.network und kontaktierte geeignete Crew-Mitglieder. Das ging anfangs mühsam. Weil aber jedes gefundene Team-Mitglied jemanden kannte, der etwas zum Gelingen der Dreharbeiten beitragen konnte, verselbständigte sich der Prozess. Das ist Talente-Crowdfunding.

So, wie ein fruchtbarer Boden mit etwas Dünger noch besseren Ertrag abwirft, sorgte das LIZA.network zusammen mit den persönlichen Netzwerken der Beteiligten für ein exponentielles Wachstum der Crew. „Das zu erleben, hat mir viele Gänsehaut-Momente beschert“, erinnert sich Roman Padiwy.

Auch international renommierte Schauspieler wir z.B. Erwin Leder, bekannt aus „Das Boot“, „Underworld und „Schindlers Liste“, oder der in der Szene legendäre Wiener Freerunner und Parkour-Athlet Alex Schauer, der eine der Hauptrollen spielt, kamen auf diese Art zum Film.

„Wie viele bist Du?“ und seine Entstehungsweise sind Paradebeispiele dafür, was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Talenten zusammentreffen und kooperieren, um einen gemeinsamen Traum, eine Vision, wahr werden zu lassen. Zugleich ist „Wie viele bist Du?“ eine erste Demonstration dessen, was aus dem LIZA.network-Universum heraus möglich ist.

Die österreichisch-schweizerisch-deutsche Co-Produktion ist eine cineastische Besonderheit mit einer inspirierenden Story. Optisch und soundtechnisch ganz großes Kino! Der Film inspiriert und macht Mut. Bei der Vorpremiere vor geladenem Publikum im Lugner Kino Wien gab es im Spätsommer 2020 standing ovations für Regisseur Roman Padiwy.

Ihr könnt den Film bei Vimeo und Amazon Prime streamen!

Text: Jürgen Unterhauser/wort.mehr.wert

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